Datenklau leicht gemacht

Exklusivfoto: Die Hände des Hackers.
Von Nackfotos und Seitensprüngen

Seit Freitag wissen wir, dass rund 1 000 Politikern und anderen Semi-Prominenten die Internetdaten geklaut worden sind. Seitdem kursieren im Netz Nacktfotos, Hotelrechnungen für Seitensprünge und Kontoauszüge, die nicht erst seit Freitag leicht zu haben sind.

Zu den Beklauten gehört der Bundespräsident. Der schützt seine Daten stets mit "Steinmeier" und fügt "auf Reisen" oder "im Schloss" hinzu. Die meisten Nacktfotos von ihm stammen aus dem Schloss, Hotelrechnungen muss er nicht persönlich begleichen. Das macht das Bundesfinanzministerium, das Steinmeiers Daten mit "Siehe Steinmeier auf Reisen" schützt.

Noch nie im Netz beklaut worden ist dagegen die Bundeskanzlerin, denn für sie ist das Internet Neuland. Hacker interessieren sich seit Dezember 2018 auch nur noch für die vermeintlichen Kanzlerkandidaten. 

Dazu zählt seit heute auch Olaf Scholz, der in der "Bild am Sonntag" behauptet hat, die SPD könne mit ihm die CDU in der Wählergunst überholen. Seine Daten sollen demnächst an Kabarettisten verscherbelt werden. Die hoffen auf einen regen Datenaustausch zwischen Andrea Nahles und Olaf Scholz. Die Passwörter dürften leicht zu erraten sein. Bei Nahles ist mit "Haue für Olaf" zu rechnen, bei Olaf Scholz mit "Weg mit Andrea". 

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